Berlin Juli 2011

Ein Reisebericht, der vielleicht nicht ganz alltäglich ist…

Worum geht es? Nachdem ich schon mehrfach lange Strecken über mehrere Tage mit dem Rennrad zurückgelegt hatte, wollte ich mal schauen, was man in einem Rutsch durchfahren kann. Dabei entstand die Idee, non-stop, also ohne zu schlafen, von Kirchzarten bei Freiburg nach Berlin zu meiner Tochter zu fahren. Hier mein Bericht dazu.

Vorbereitung:

Das wichtigste ist die Planung der Strecke. Ich habe keine Lust unnötig auf Bundesstraßen zu fahren, wenn es Alternativen gibt. Allerdings sollten diese nicht allzuviel Umweg machen. So sitze ich ein paar Stunden am PC um den genauen Streckenverlauf für mein GPS Garmin Edge-705 zu programmieren. Ich benutze die kostenlosen OpenStreetMap Karten, die sind besonders in Deutschland viel detaillierter als die Straßenkarte von Garmin und zeigen vor allem die asphaltierten Fahrradwege genau an (meistens). Zudem drucke ich mir Höhenprofile mit wichtigen Ortsnamen aus, welche ich mit Gummis am Oberrohr des Fahrrads befestige. So kann ich die unterwegs wechseln und sehe immer wo ich ungefähr bin, bzw. welcher größere Ort oder Anstieg gleich kommt. Auf dem GPS sehe ich den aktuellen Straßenverlauf und nicht die Gesamtstrecke.

Da mein Dynamolaufrad leider noch nicht fertig ist, lade ich mein Cateye Akkulicht auf. Es ist einigermaßen hell und hält mit einer Ladung 9h durch, wie ich schon ausgetestet habe. Ein kleines Diodenrücklicht mit Batterien befestige ich an der Sattelstütze. Es wird im Blinkmodus betrieben, das erzeugt Aufmerksamkeit. Zudem befestige ich einen kleinen Akkupack unter meinem Lenkervorbau, denn ich muß unterwegs ja auch den GPS Akku aufladen, der hält zwar lange, aber das reicht für diese Strecke nicht. Ich möchte nachts ja auch das GPS Display beleuchtet lassen, das geht mit dem Akkupack gut, wie ich auch schon vorher ausgetestet habe.

Am Rad selbst gibt es nichts zu verändern. Ich fahre diese Strecke mit meinen Xentis Carbonlaufrädern, da es keine größeren Abfahrten gibt, bei denen die schwächere Bremsleistung problematisch werden könnte. Alles Gepäck kommt in den Tourenrucksack, am Rad wird nichts befestigt. So fährt es sich ganz normal, und da ich keine Zivilkleidung für eine Übernachtung brauche ist der Rucksack auch recht leicht.

Der Wetterbericht klingt nicht besonders gut. Es soll Schauer geben und die Temperaturen sind für Juli viel zu tief. Es wird voraussichtlich unter 20°C Höchsttemperatur bleiben. Aus diesem Grund hole ich mir noch ein paar Armlinge mit Windstopper und auch eine Unterziehmütze. Auch packe ich ein paar Fleecehandschuhe ein. Viel wiegen die nicht und kalte Finger sind schon lästig.

Gepäck (Rucksack und am Körper):

  • Ersatzschlauch, Reifenheber und Flickzeug
  • Pumpe
  • Kurze Trägerradhose
  • Kurzes Funktionsunterhemd
  • Langärmliges Funktionsunterhemd
  • Kurzes Trikot
  • Langärmliges Trikot mit Windstopper (Pearl Izumi, klasse Teil)
  • Gore Windweste (auch sehr gut)
  • Überschuhe (Ultrabike Marathon Startgeschenk)
  • kurze Radsocken falls es naß ist
  • dickere Radsocken, die ich trocken halten will
  • Handschuhe
  • Gummihandschuhe (falls es schüttet und kalt ist)
  • ¾ Regenhose
  • Dünne Regenjacke (Jeantex 3000)Gore Windstopper Armlinge
  • Gore Windstopper Beinlinge
  • Gore Windstopper Unterziehmütze
  • Rennradschuhe
  • Klopapier
  • Rettungsfolie
  • Vorderlicht
  • Geld, EC Karte
  • iPhone, Ohrhörer
  • kleiner Lappen und Minitube Kettenöl
  • Minitube Bepanthen für den Hintern

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